Freitag, 6. April 2012

Osterlehrgang 2012

Ostern in Bremen - Er ist ja eine langjährige Tradition, der Osterlehrgang der WADOKAI - Stilrichtung in Bremen. Darüber haben wir auch schon mehrfach berichtet. Es kostet ein wenig Überwindung, die vier Feiertage in einer Sporthalle zu verbringen.




Dieser Lehrgang wurde in bewährter Form durchgeführt, neben dem obligatorischen Tagesbeginn "Grundschule unter physischen Aspekten" ging es dann thematisch zur Sache. Wir Teilnehmer konnten unter vielfältigen Angeboten wählen, wobei diesmal die KATA ein wenig im Vordergrund stand. Ohyo und Kihon Kumite sind Hauptbestandteile des Trainingsprogramms, konsequent mit Partnerwechsel durch die insgesamt 20 Übungen (für die Dantrager) war eine Übungsform, die bei so vielen Teilnehmern eher neu war. Peter Mixa, schon oft für das Thema Selbstverteidigung zuständig, wählte diesmal die Verteidigung gegen mehrere Gegner. Die zentrale Frage lautete: Verteidigung durch Angriff - aber wen zuerst? Dies zu üben machte auch Spaß. Werner Buddrus führte eine Reihe von Karateka in die aktuellen Wettkampfregeln ein - auch mit praktischen Übungen und Elke von Oehsen bot ein sogenanntes Center-Line-Training an. Hierbei wurden die im Sinne von Tai-Sabaki notwendigen Ausweichbewegungen um die eigene Körperachse geübt. Theoretisch klar verständlich - praktisch stellt man schnell fest, dass da noch Trainingsreserven vorhanden sind. 

Es lohnt sich also immer wieder, die Bundeslehrgänge zu besuchen. Steffen fand es auch ganz schön und mit den Freunden von HATO macht es auch immer wieder Spaß - das traditionelle Chinaessen fand auch wieder statt. Inzwischen wertden wir wiedererkannt.


* gerettet aus der alten Webpräsenz
Uwe Rennicke (Fotos © by URDD


Samstag, 17. März 2012

Ohtsuka in Hamburg...



... Frank und waren dabei


Hironori (Jiro) OHTSUKA, 10. Dan Wado-Ryu, Sohn des Stilgründers OHTSUKA, Mejin, in Deutschland. Die Gelegenheit musste nun endlich mal genutzt werden. Der Großmeister ist ja bereits 78 Jahre alt. Und beweglich ist der...

Auch sein Partner, Masafumi SHIOMITSU, 9. Dan, 70 Jahre alt, verblüffte uns um Jahrzehnte jüngere Schwarzgurtträger enorm.

Hinzu kommt, wir begannen zwar jeweils kurz mit Grundtechniken, die Hauptanteile waren viel weiter führend, als bisher aus dem Prüfungsprogramm bekannt.


Ein Glück, die kleine Halle war mit Matten ausgelegt, denn des Europäers Knie scheinen weniger für ausgedehnte Formen des IDORI ausgelegt zu sein. Die relativ geringe Menge der Teilnehmer lies ein sehr individuelles Training zu. Korrekturen durch die Großmeister waren so direkt und oft möglich. Schon deshalb hat sich der Lehrgang gelohnt. Auch wenn Sensei OHTSUKA mir dabei merkbar vor das Schienbein trat.



Beide gaben an den Trainingstagen je zwei Trainingseinheiten. Dadurch bekamen Frank und ich die Gelegenheit auch mal nach Hamburg hinein zu fahren. Ich selbst war noch nie dort. So konnten wir einen ausgedehnten Spaziergang zum Rsthaus, der Binnenalster, in die Speicherstadt und zu den Landungsbrücken unternehmen, wo es lecker Fisch zu essen gab.

Seine Horizont zu erweitern, ist also sicher nicht hoch genug einzuschätzen. Karate und Kultur an einem Wochenende: Was will man mehr?


Uwe Rennicke

Fotos © by URDD / Bild oben: offizielles Gruppenfoto

* aus der alten Webpräsenz








Samstag, 25. Februar 2012

Ein Besuch in Berlin oder


Wado Ryu vs. Shindo Yoshin Ryu

Es ist immer wieder eine Freude, an einem Lehrgang mit Bob NASH (7. Dan JKF WADO-KAI) und Toby THREADGILL (Menkyo Kaiden, Takamura-Ha Shindo Yoshin Ryu) teilnehmen zu können. Da Ohtsukas Wado Ryu auf den Säulen Karate und Shindo Yoshin Ryu beruht, haben sich beide die Aufgabe gestellt, in Lehrgängen die Zusammenhänge darzustellen und zu verdeutlichen. Für diesen Zweck richtet der Berliner Karateverband schon seit Jahren diesen Lehrgang aus.

Wie schon so oft verblüfft Sensei Threadgill mit der ihm eigenen Körperbeherrschung bei sogenannten ROOTING. Grob übersetzt könnte man sagen, es gilt im Boden Wurzeln zu schlagen, damit man an dem Platz bleiben kann, den man sich gerade ausgesucht hat und von dem man sich von keinem Gegner vertreiben lassen will. Ganz langsam bekommen wir eine Ahnung davon, wie das geht, das heist, "unbekannte" Muskeln zu aktivieren. Auch das Gleichgewichtsbrechen und das Arbeiten mit dem Körperschwerpunkt sind wiederholt Themen. Außerdem können wir wieder einmal einen kleinen Einblick über die Ursprungstechniken des japanischen Schwertkampfes gewinnen.

Sensei Nash gibt uns "Rätsel" zum knacken mit auf den Weg. Kata NAIHANCHI - ungewohnter Muskeleinsatz und ungewohnte Körperspannung. Nicht umsonst ist der KARATE DO ein "weiter Weg". Auch einzelne Aspekte der Partnerübungen Kihon Kumite 9 und 10 sind durchaus interessant und geben Stoff zum Üben mit in die heimischen Dojos.

Es lohnt sich, glaubts! Darum einen großen Dank an die Berliner Karatefreunde.

Uwe Rennicke
Fotos © URDD

* aus der alten Webpräsenz